Seit sechs Jahren existiert in Hardheim die Hospizgruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Schwerkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen hilfreich zur Seite zu stehen. Um diese Aufgabe gerecht zu werden, wurden alle Hospizmitarbeiter von der "Internationalen Gesellschaft für Sterbebeistand und Lebensbegleitung" ausgebildet. Neben der theoretischen Ausbildung an sechs Wochenenden war auch ein Praktikum zu absolvieren, das im Krankenhaus, einem Pflegeheim, oder bei einem ambulanten Pflegedienst abzuleisten war. Nachdem in Hardheim zwölf Mitarbeiter das Zertifikat erworben hatten, stellte sich die Frage, sollte man sich der Walldürner Gruppe anschließen, oder einen eigenen Verein bilden. Nach einigen Beratungen und unter der Mithilfe der IGSLHospizgruppe Walldürn reifte der Entschluss die Hospizgruppe Hardheim zu gründen und sie dem "Verein Dienst am Nächsten" anzugliedern. Dies lag nahe, weil dieser Verein die Besuchsdienste in den Pflegeheimen, in der Tagespflege und im Krankenhaus Hardheim organisiert. Zurzeit zählt die Hospizgruppe acht aktive Mitglieder, die sich immer wieder durch angebotene Vorträge und Schulungen fortbilden.
Für die Begleitung in der Trauer:
Das sollten Sie wissen:
Alle Dienste werden ehrenamtlich ausgeführt.
Es gibt keine Rechnungen, Gebühren oder Entgelte.
Absolute Diskretion ist die Grundvoraussetzung um als Hospizmitarbeiter tätig werden zu können.
Am Beginn einer Begleitung steht immer ein Gespräch zwischen einem Hospizhelfer, dem Kranken und den Angehörigen.
Als Ansprechpartner stehen Agnes Ullrich Tel. 0 93 45 / 5 12 und Diakon Greulich Tel. 0 62 83 / 86 76 zur Verfügung.
Die Hospizgruppe führt keine Pflege durch und ersetzt keine Haushalthilfe. Ihre Aufgabe ist es vielmehr einfach "da zu sein", vielleicht etwas vorzulesen, zu schweigen, auf Wunsch mit dem Kranken zu beten und ihm persönliche Nähe zuteil werden zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Religion oder Weltanschauung der zu Betreuende angehört. Jeder darf so sein, wie er ist.
Da auch die Zeit der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter begrenzt ist, werden Absprachen mit den Angehörigen getroffen.
Bis jetzt haben ca. 50 Familien die Dienste der Hospizgruppe dankbar angenommen.
Mit dem spezialisierten ambulanten Palliativdienst "Palldomo", der sich den Schmerzpatienten widmet, hat die Hospizgruppe einen Kooperationsvertrag geschlossen. Patienten mit einer fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung werden durch diese Einrichtung von Schmerz-, Ergo und Physiotherapeuten, Seelsorgern und den Hospizdiensten begleitet.
Gisela Horn und Conny Benig haben eine Zusatzausbildung in Trauerbegleitung absolviert. Zusammen mit Eva Burgunde Wildner wurde in Hardheim und Walldürn ein Trauercafé eröffnet, an dem man sich ohne Anmeldung beteiligen kann. In Hardheim trifft man sich im ehemaligen Schwestern- Refektorium im Krankenhaus. Dieses ist über einen separaten Eingang auf der Rückseite des Krankenhauses zu erreichen.
Die Termine in Hardheim sind jeweils montags, 8. August, 12. September, 10 Oktober, 14. November und 12. Dezember. In Walldürn trifft man sich mittwochs im Geriatriezentrum am 24. August, 28. September, 26. Oktober, 23. November und am 28. Dezember 2011.
Unser Bild zeigt die Hardheimer Hospizgruppe vor dem Krankenhauseingang. Von links nach rechts: Franz Greulich, Regina Franke, Andrea Haas, Gisela Ewen, Rita Herberich, Conny Benig, Agnes Ullrich und Irmgard Farrenkopf. Text: Franz Greulich.